Siebter Juli Zweitausendelf?

Wasn da passiert? Zweieinhalbjahre-Koma? …

Räume ich gerade so meine Computerfestplatte auf (ich finde Mittwochmorgen 4 Uhr ist die perfekte Zeit, um seine Computerfestplatte aufzuräumen), stelle ich mit Erstaunen fest, dass ich ein Blog habe. Huch? Wann um alles in der Welt habe ich denn DAS vergessen?

Unnu? Löschen? Weiterverstauben lassen? Reanimieren? … Ma gucken.

Habe jetzt erstmal einen großen Zettel an den Monitor gepinnt:

ACHTUNG! Blogexistenz nicht vergessen!

(Und vor dem Rausgehen Schuhe zubinden!)

 

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4. Dezember 2013. Uncategorized. Hinterlasse einen Kommentar.

Ein Mann muss her!

Meine Freundin sagt, es fehlt ein Mann in meinem Leben und damit hat sie recht. Ich brauche einen Mann. Dringend. Einen, der es schafft, mir dieses ganz bestimmte Wohlfühlgefühl zu bescheren. Einen, der für mich da ist, wenn ich ihn brauche. Einen, der mir jeden Wunsch von den Augen abliest und ihn auf der Stelle befriedigt. Einen, der putzen, kochen und waschen kann. Und Rücken massieren. Ich brauche einen Haussklaven! Meine Bude sieht aus wie Sau.

7. Juli 2011. Frust, Gedanken, Leben. 3 Kommentare.

Feinripp

Nicht mal regelmäßig Tagebuch schreiben kriege ich hin. Mann, mann, mann, das waren aber auch anstrengende zwei Wochen die letzten zwei Wochen. Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht mit dem Arbeiten aufhören sollte, man kommt ja zu nix sonst. Arbeiten ist doch echt nur was für Leute, die vor lauter Langeweile nicht wissen, was sie sonst tun sollen. Ja ist doch so, oder etwa nicht? Mal ehrlich: die ganzen Leute aus dem Trash-TV, die den ganzen Tag in Jogginghose und Feinrippunterhemd vor dem Fernseher/dem Computer sitzen und sich eine Talkshow nach der nächsten reinziehen/ein Ballerspiel nach dem nächsten spielen, dabei Penny-Bier aus der Dose saufen und stangenweise Zigaretten rauchen, während unsereins sich nen krummen Rücken buckelt und bei fiesem Kantinenfraß noch schnell vor der nächsten Sitzung die Umsatzzahlen des letzten Monats checkt, die überleben doch auch und unzufrieden sehen die auch nicht aus.

Ich will auch ein Feinrippunterhemd!

25. Juni 2011. Frust, Gedanken, Leben. Hinterlasse einen Kommentar.

Sonntag, 12. Juni 2011

5 Uhr 11

Möööp – möööp – möööp – möööp – möööp – möööp – möööp – möööp – wach! – zufallende Motorhaube – Ruhe. Ich fasse es nicht, da kann man EIIIN-MAL ausschlafen!

7 Uhr 13

Maaaoouuu! Maaaoouuu! Maaaaaaaaaaooouuuuu! Muss halb verhungert sein die Katze.

7 Uhr 25

MAAAAAAAOOOOOUUUUU!!! Ist ja schon gut! Stehe auf und schlurfe in die Küche, öffne schlaftrunken Dose mit Katzenfress und stelle fest, dass Futternapf noch fast voll mit Abendmahlzeit. Katze sitzt gemütlich auf Balkon und genießt Sonntagmorgenstille. Rundherum schläft alles friedlich. Geh mal Kaffee kochen …

15 Uhr 30

Punkt 1 von to-do-Liste abgearbeitet. Küche blitzt und blinkt. Fühle mich wie Superhausfrau. Überlege, was ich Feines kochen könnte auf frisch geputztem Herd. Erstmal Kühlschrank checken und dann Kochtalent unter Beweis stellen. Nach Blick in Kühlschrank beschlossen: heute Pizza beim Lieferservice bestellen. Aber erstmal ein wohlverdientes Nickerchen.

21 Uhr 10

Zum Glück rechtzeitig zu BigBrother wieder aufgewacht. Parallel zum BigBrother gucken Punkt 6 von to-do-Liste erledigt. Alle 56 Briefe geöffnet und während der Werbepausen alle 7 Rechnungen bezahlt. Fühle mich wie Superbürokrammanagerin. Habe beschlossen, Punkte 2 bis 5 von to-do-Liste morgen zu erledigen. Auch Superbürokrammanagerinnen müssen irgendwann mal Feierabend machen. Sonst ruckzuck Burnout. Will lieber kein Risiko eingehen. Würde gern zum Feierabend gemütlich auf dem Sofa sitzen, geht aber nicht, weil Sofa voll mit noch nicht sortierten und abgehefteten Briefen. Muss wohl doch Überstunden machen.

21 Uhr 15

Habe beschlossen auf Überstunden zu verzichten und werde meinen Feierabend einfach im Bett genießen. Gerade fällt mir siedendheiß ein, dass ich total vergessen habe, mir was zu essen zu bestellen. Hunger habe ich eigentlich nicht, liegt wahrscheinlich am Stress heute (Küche auf Vordermann gebracht und Bürokram erledigt!). Ich hab noch eine Tüte Chips im Schrank, die tuts zur Not auch. Man soll ja auch nicht auf Mahlzeiten verzichten sondern regelmäßig essen und bevor ich vom Fleisch fall …

12. Juni 2011. BigBrother, Essen, Gedanken, Gewicht, Katze, Leben, Tagebuch. 2 Kommentare.

Immer wieder samstags

9 Uhr 30

Wann kapiert diese begriffsstutzige Katze endlich, dass ich am Samstag ausschlafen kann und deshalb auch die 6-Uhr-Fütterung entsprechend später stattfinden wird? Wuaaahhh! Sechs Uhr ist aber auch wirklich eine ungnädige Zeit, vor allem dann, wenn man bis um halb drei gelesen hat. Immerhin habe ich es geschafft, das Gejaule zu ignorieren und bin tatsächlich nochmal eingeschlafen. Mit der Decke über dem Kopf und den Fingern in den Ohren. Als ich dann gegen viertel nach neun aufgestanden bin, lag die Katze in ihrem Körbchen und blinzelte mich verschlafen an und selbst als ich die Futterdose öffnete, sah sie keine Veranlassung, aufzustehen. Dann eben nicht. Scheint so, als hätte sich der Hunger im Laufe des morgens verflüchtigt. Man muss wahrscheinlich nur lange genug warten und Schwupps! weg ist er. Leider funktioniert das bei mir nicht und ich muss mir dringend überlegen, was ich gegen mein stetig ansteigendes Gewicht tun kann. (Dass ich aber auch immer Hunger haben muss!) Katze müsste man sein.

9 Uhr 45

Heute werde ich endlich meine to-do-Liste abarbeiten:

1. Küche aufräumen und putzen (ich bin eine Schlampe!)

2. Wohnzimmer aufräumen und putzen (ich bin eine Schlampe!)

3. Bad aufräumen und putzen (ich bin eine Schlampe!)

4. Schlafzimmer aufräumen und putzen (erwähnte ich bereits, dass ich eine Schlampe bin?)

5. Brief an meine Freundin schreiben, deren Geburtstag ich vergessen habe (ich bin eine vergessliche Schlampe!)

6. meine seit zwei Wochen ungeöffnete Post sortieren und alle offenen Rechnungen bezahlen (entwickle mich zur pflichtbewussten Schlampe)

Aber erstmal zwei Marmeladenbrötchen essen, einen Instant-Cappuccino trinken und dabei noch ein, zwei Seiten lesen.

15 Uhr 50

Lesen hat mich total müde gemacht und ich habe mich erstmal noch ein bisschen aufs Sofa gelegt. Muss wohl eingeschlafen sein. Habe entschieden, dass es nun zu spät zum Hausfrauwerden ist und Aufräum- und Putzaktion kurzerhand auf morgen verschoben. Noch einen Cappuccino zum Wachwerden getrunken und weiter gelesen. Ist sehr spannendes und lustiges und lehrreiches Buch über Singlefrau.

18 Uhr 40

Gerade rechtzeitig zu BigBrother wach geworden. Schnell unter die Dusche und Zähneputzen vorher. Mund fühlt sich an, als wäre Hamster drin gestorben. Vor einer Woche.

22:10

BigBrother geguckt, danach Uralt-Tatort im dritten. Jetzt bestelle ich mir eine Pizza. Oder einen Salat (wegen festem Vorsatz, Gewicht zu reduzieren).

11. Juni 2011. BigBrother, Essen, Frust, Gedanken, Gewicht, Katze, Leben, Tagebuch. 4 Kommentare.

Romanleben Teil II: Die Heldin

Ich lebe das Leben einer Romanheldin aus den Frauenromanen der 80er/90er Jahre: frei, unabhängig, selbstbewusst. Ich habe eine namenlose Katze, einen langweiligen Job und eine winzige 2-Zimmer-Wohnung. Mein Konto ist chronisch überzogen, was mich allerdings nicht davon abhält, regelmäßig und leidenschaftlich meinem Lieblingshobby nachzugehen: Schuhe und Handtaschen kaufen. Und Bücher. Ich mache was ich will, wann ich will, wo ich will und mit wem ich will. Was für ein Leben!

Dabei kommt mir ein Lied von Gitte Haenning in den Sinn:

Stillbare Sehnsucht

Niemand, der das Bad blockiert
Wenn der Tag beginnt
Niemand fragt mich vorm Kaffee
Wo seine Schuhe sind

Ich bin gern allein
Ich bin gern allein

Wenn ich schlechter Laune bin
Hab ich meine Ruh
Niemand, der beim Fortgehn fragt
Was ich heut alles tu

Ich bin gern allein
Ich bin gern allein

Weil ich mir selber gehör
Muss ich mich
Nicht Tag für Tag befrein
Das hab ich oft ersehnt
Ich könnt echt glücklich sein

Wär da nicht diese stillbare Sehnsucht
Das Gefühl, dass mir
Was verloren geht
Diese unvernünftige Trauer
Unter der Haut

Wär da nicht diese stillbare Sehnsucht
Dieser Wunsch, dass irgendwer
Mich versteht
Diese angstvolle Hoffnung, dass doch
Das Eis in mir taut

Niemand, den es interessiert
Was ich mir notier
Wenn ein Brief im Kasten liegt
Gehört er immer mir

Ich bin gern allein
Ich bin gern allein

Weil ich mich selber verwöhn
Kann ich mir auch selber viel verzeihen
Ein Leben ohne Streit
Ich könnt echt glücklich sein

Wär da nicht diese stillbare Sehnsucht
Das Gefühl, dass mir
Was verloren geht
Diese unvernünftige Trauer
Unter der Haut

Wär da nicht diese stillbare Sehnsucht
Dieser Wunsch, dass irgendwer
Mich versteht
Diese angstvolle Hoffnung, dass doch
Das Eis in mir taut

Und solange ich die gestrichenen Stellen auch in Zukunft streichen kann, ist alles gut. Mir geht es gut, mir fehlt nichts und ich mag mein Leben so wie es ist. Warum nur versucht alle Welt mir einzureden, dass man allein nicht komplett ist?

4. Juni 2011. Gedanken, Leben. 4 Kommentare.

Romanleben

Gerade habe ich mal wieder einen herzzerreißend wunderschönen tieftraurigen ergreifenden happyendlosen Roman gelesen und ich wünschte, mein Leben wäre einer. Ein Roman. Ein Roman voller Spannung und Aufregung und Liebe und Verzweiflung und Glück und Traurigkeit und Hoffnung. Und während ich das hier schreibe fällt mir auf: genau so ist es, mein Leben. Nur fühlt es sich irgendwie gar nicht so an. Nicht wie ein Roman. Merkwürdig.

3. Juni 2011. Bücher, Gedanken, Leben, Tagebuch. Hinterlasse einen Kommentar.